Geschichte

Die yezidische Religion ist eine monotheistische Religion, deren Wurzeln 2.000 Jahre vor dem Christentum liegen. Die Yeziden sind von der Volkszugehörigkeit Kurden. Sie sprechen das nordkurdische Kurmanji als Muttersprache. Weltweit gibt es ca. 1.000.000 Yeziden. Ihre Siedlungsgebiete befinden sich innerhalb der Verbreitungsgebiete der Kurden: Irak, Syrien, Türkei und Iran.  Das Hauptsiedlungsgebiet der Yeziden ist der Nordirak. Hier leben ca. 750.000 Yeziden. Dort befindet sich auch in der Nähe von Mossul Lalish, das religiöse Zentrum der Yeziden.

Aufgrund von Flucht leben viele Yeziden in Armenien, Georgien und Russland. Fast alle türkischen und die Mehrheit der syrischen Yeziden, aber auch zahlreiche aus dem Irak, leben in Westeuropa, überwiegend in Deutschland. Die Zahl der in Deutschland lebenden Yeziden wird auf über 100.000 geschätzt.

 

Ehemals Ursprungsreligion der Kurden, stellen die Yeziden eine religiöse Minderheit unter den mehrheitlich muslimischen Kurden dar. Aufgrund ihrer Ursprünglichkeit werden die Yeziden als das lebende Gedächtnis und Gewissen der Kurden betrachtet. So halten die Yeziden ihre Gebete in kurdischer Sprache ab.