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Demonstrationsaufruf






Aktuelle Informationen zum Massenmord an Yeziden im Irak



Lieber Leser,

 

aktuelle Informationen zum Massenmord an den Yeziden im Irak finden Sie unter:

 

 

Über Facebook:

 

Aktuelles Spendenprojekt:

 




INFOS ZUR SPENDENAKTION



Liebe Spenderinnen  und Spender,

bei der hier aufgeführten Summe handelt es sich um die Gesamtspendensumme die seit Beginn des Spendenaufrufs zusammengekommen ist.

Von dieser Gesamtspendensumme sind bereits 151.109,00 € für die Unterstützung der Flüchtlinge verwendet worden.

Der Nachweis über die Verwendung kann auf Wunsch vorgelegt werden.

Wir sehen diese Spendensammlung als eine langfristige Aktion an, die die Bevölkerung von SHINGAL darin unterstützen soll wieder ein menschen- würdiges Leben zu führen!
    

Wir haben alle ein Ziel und dazu bedarf es noch zahlreicher solcher und anderer Aktionen!
 

Wer sich aktiv mit einbringen will und in seinem Umfeld diese Spendenaktion mit bestehenden oder eigenen Ideen unterstützen möchte, kann sich hierzu mit uns unter der eMail:  spenden@yeziden.de  in Verbindung setzen.
 

Wir können entsprechendes Arbeitsmaterial für solche Spendenaktionen kurzfristig zur Verfügung stellen.
 

Das Spendenkomitee

 


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Der Zentralrat der Yeziden in Deutschland veröffentlicht hiermit offiziell das Spendenkonto für die Opfer von Shingal

Die Daten sind folgende:

Volksbank
Empfänger: Yezidisches Forum e.V.
BIC: GENODEF1EDE
IBAN: DE10 2806 1822 3670 2706 02
Verwendungszweck: Shingal 

Alikari bona Êzîdîyên Shingal




Aktuelles über Shingal



Liebe Leser,

 

alle wichtigen Informationen zur aktuellen Lage der Yeziden in der Region Sinjar erfahren Sie auf der Nachrichtenseite

 

www.ezidipress.com

 

 




Yeziden und andere Religionsgemeinschaften in Syrien und im Irak im tödlichen Fokus der Terrororganisation ISIS



Yeziden und andere Religionsgemeinschaften in Syrien und im Irak im tödlichen Fokus der Terrororganisation ISIS

Der Vormarsch der Terrororganisation „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) im Irak bedeutet für alle Bewohner Lebensgefahr. Für die religiösen Minderheiten – Christen, Mandä-er, Yeziden (Eziden) – bedeutet eine Machtübernahme der ISIS in kurzer Zeit den sicheren Tod.


Die Yeziden sind von der Volkszugehörigkeit Kurden und Angehörige einer monotheistischen Religionsgemeinschaft, deren Geschichte über 4.000 Jahre in die Zeit des Mithraismus reicht. Einst die Ursprungsreligion aller Kurden, wurde der yezidische Glauben vom fundamentalisti-schen Islam bekämpft und zurückgedrängt. Das Hauptsiedlungsgebiet der Yeziden befindet sich im Nordirak, wo ca. 700.000 der weltweit ca. 1.000.000 Yeziden leben.

Die Gräueltaten der ISIS an Yeziden und Christen aus Nordsyrien (kurd. „Rojava“) haben in den letzten Monaten zugenommen. Diese reichen von Entführungen, Folterungen, Vergewal-tigungen bis hin zu gezielten Ermordungen. Diesen Schreckenstaten folgen zumeist Akte see-lischer Erniedrigung: Mitglieder der ISIS legen das Haupt der Getöteten vor die Haustür der Hinterbliebenen.


Seit dem großen Bombenanschlag von 2007 auf die Yeziden in der Shengal-Region, bei dem annähernd 500 Yeziden getötet wurden, ist die Zahl der Angriffe und Übergriffe gegenüber den dort lebenden Yeziden stark gestiegen.
Anfang Mai wurden in Rabiah (irakische Grenzstadt zu Syrien) mehrere Yeziden Opfer von gezielten Mordaktionen der ISIS. Mehr als 4.000 Yeziden sind daraufhin geflüchtet. Da die für das Gebiet zuständige Armee der irakischen Zentralregierung hiergegen nichts unternahm, entsendete die Kurdische Regionalregierung (KRG) ihre Streitkräfte und die ISIS wurde zu-rückgedrängt. Dies hinderte jedoch die ISIS nicht daran, mit einer Großoffensive erneut in den Irak einzudringen. Seitdem haben allein die Yeziden mehr als 30 Tote und zahlreiche Entfüh-rungen zu beklagen.


Wenn die Terrororganisation ISIS, neben Boko Haram die brutalste unter den Islamisten, wei-ter in den Irak eindringt, können die Folgen die Ausmaße eines Völkermordes annehmen. Das Gebiet Shengal liegt inmitten der Versorgungslinie der ISIS von Mosul zur syrischen Grenze in Rabiah. Dort lebt der Großteil der über 700.000 im Irak lebenden Yeziden. Ob die KRG mit ihren Streitkräften in der Lage ist, Shengal zu schützen, ist offen. Einige Gebiete wurden ein-genommen und sollen besetzt bleiben, hieß es von kurdischer Seite. Rabiah wird noch von den kurdischen Streitkräften kontrolliert, die ISIS versucht jedoch, sie zurückzuerobern. Rabi-ah ist der Umschlagplatz der Islamisten. Militärische Ausrüstung, die sie in Mosul und andern-orts erbeuten, werden von dort nach Syrien transportiert.


Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die irakische Armee dem Vorgehen der ISIS entwe-der nicht gewachsen ist oder ihre Führung kein Interesse daran hat, die Islamisten zu stoppen. Dies ist ganz offensichtlich eine Folge der politischen Auseinandersetzungen im Irak, die sich mehr denn je verhängnisvoll auswirken.


Die religiösen Minderheiten des Irak sind in den letzten Jahren entgegen vielen Versprechun-gen diskriminiert, ausgegrenzt und von politischer Verantwortung ferngehalten bzw. nur mar-ginal beteiligt worden. So ziehen in das neugewählte irakische Parlament nur zwei Yeziden ein, obwohl ihnen zahlenmäßig mehr als acht Vertreter zustehen. Die Minderheiten werden als Ausgegrenzte in der Gesellschaft kaum wahrgenommen, weil sie zu den Medien keinen an-gemessenen Zugang haben. Damit sind sie für die Islamisten die leichteste Beute. In Shengal, ihrem Siedlungsgebiet, haben die Yeziden keinerlei Machtbefugnisse, sie können sich nicht verteidigen.


Dies wäre anders, wenn – wie stets gefordert – Shengal zum kurdischen Verwaltungsgebiet gehören würde. Wir hoffen, dass sich die Streitkräfte der kurdischen Regionalregierung gegen die ISIS verteidigen können.
Im Moment haben wir allen Grund, nicht nur schlimmes, sondern das Schlimmste zu befürch-ten. Sollte die ISIS bei ihrem menschenverachtenden Vorhaben erfolgreich sein, dann ist si-cher, dass ein Genozid am yezidischen Volk nur noch eine Frage der Zeit ist und in diesem Kontext aller anderen nicht-muslimischen oder sunnitischen Gemeinschaften.

Daher sind jetzt Sofortmaßnahmen für einen Schutz der religiösen Minderheiten im Irak erforderlich:
Wir fordern, dass es den Verantwortlichen – vor allem in den Vereinten Nationen – gelingt, sich auf Schritte zu einigen, die den terroristischen Wahnsinn stoppen. Der aktive Minder-heitenschutz muss auf ihre Agenda. Das funktioniert nur, wenn die Vertreter der religiösen Minderheiten am Verhandlungstisch vertreten sind und aktiv einbezogen werden.
Wir appellieren daher an alle demokratischen und sich dem Schutz von Minderheiten ver-pflichtet fühlenden Regierungen gemeinsam gegen diese terroristischen Gruppierungen aktiv vorzugehen.


Das Vorgehen gegen diese Banden der Unmenschlichkeit ist eine Pflicht und Verantwor-tung für die Demokratie und Menschlichkeit.


Für weitere Informationen und Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

2014-06-14


Es unterzeichnen die yezidischen Organisationen in Deutschland:

Föderation der Ezidischen Vereine in Deutschland e.V. (FKÊ)
Zentralrat der Yeziden in Deutschland
E-ZI-DI – Yezidischer Verein in Ostfriesland e.V. (Leer)
Ezidische Gemeinde Emmerich e.V.
Ezidische Gemeinde Hessen e.V. (Gießen)
Ezidische Gemeinde Nienburg e.V.
Ezidische Gemeinde OWL e.V. (Bielefeld)
Ezidische Gemeinde Sulingen e.V.
Ezidische Gemeinde Wesel e.V.
Ezidische Jugend e.V. (Saarland)
Ezidischer Kulturverein Heidekreis e.V.
Ezidisches Kultur-Zentrum in Celle und Umgebung e.V. (Celle)
Gesellschaft Ezidischer AkademikerInnen (GEA)
Kaniya Sipi e.V. (Bielefeld)

Verein der Eziden am unteren Niederrhein e.V. (Kalkar)
Verein der Eziden am unteren Niederrhein e.V. (Kleve)
Vereinigung der Yeziden aus Syrien
Yezidi-European-Society (YES) e.V.
Yezidische kulturelle Zentrum in Oldenburg und Umgebung e.V.
Yezidisches Forum e.V. (Oldenburg)
Yezidische Gemeinde in Gütersloh e.V.
Yezidische Gemeinde Osterholz-Scharmbeck e.V.

Email: tifaqa.ezidiyan@gmail.com





Willkommen bei DEM Anbieter von Informationen über das Yezidentum, eine der ältesten Religionen der Welt.


Wir bringen für Sie wissenswerte und aktuelle Informationen aus den Bereichen Kultur, Geschichte und Religion in den beiden Sprachen Deutsch und Kurdisch.

 

Wir sind in unserer Arbeit unabhängig und überparteilich.



Das Ziel der Dengê-Êzîdiyan-Website ist die Verbreitung und der Austausch von Informationen mit dem Ziel der Aufklärung über die noch wenig erforschte und häufig fehlinterpretierte Religion der yezidischen Kurden.

Die DÊ-Website kann von allen Interessierten am Yezidentum kostenfrei genutzt werden.

Wenn Sie über Neuerungen auf unserer Website und zusätzliche Informationen über das Yezidentum informiert werden möchten, dann können Sie unter info@yeziden.de mit uns in Kontakt treten. Ihre Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

 

Das Yezidische Forum e.V. Oldenburg ist für seine Arbeit auf Spenden angewiesen. Unterstützen Sie uns: - Konto 2 017044- Landessparkasse zu Oldenburg- BLZ 28050100 - Zweck: Spende, oder werden Sie Mitglied im Yezidischen Forum e.V.! Spenden an den Verein sind steuerlich absetzbar.




Yezidisches Symbol als Kettenanhänger





Vorderseite


Rückseite

Der Zentralrat der Yeziden in Deutschland hat diesen Anhänger in Auftrag produzieren lassen. Bestellen kann man die Kette über das Yezidisches Forum e.V. Oldenburg unter  info@yeziden.de

 

 

Details zum Anhänger: 

 

Material: Silber (925)

Höhe: 4 cm

Breite: 2,6 cm

Beschriftung der Rückseite: Ya Xwedê û Tawisî-Melek

Preis: 30€ + 5€ Versandkosten 

 

Der Anhänger wird mit einer Silberkette geliefert.  




Neuerscheinung „Yezidische Helden“




Im Denge Êzîdiyan Verlag ist unter dem Titel „Yezidische Helden“ eine neue Studie zur yezidischen Religionsgemeinschaft erschienen. Das Buch umfasst dreihundert Seiten und kostet im Vorverkauf EUR 9,50 zzgl. EUR 3 Porto. Bestellungen werden per E-Mail an bestellung@yeziden.de entgegengenommen.


Dieses Buch ist das Ergebnis einer Tagung, die am 28. und 29. November 2009 in Oldenburg stattfand. Das Thema lautete: „Yezidische Helden, Führer und Persönlichkeiten“. Eingeladen hatte der Bildungsausschuss des Yezidischen Forums.


Aus den Referaten der zahlreichen Autoren wurden die Berichte dieses Buches. Das zentrale Thema ist die heldenhafte Rolle früherer weltlicher und geistlicher Würdenträger, die sich mit ihren Kämpfern den Vernichtungsfeldzügen der muslimischen Nachbarn entgegenstellten.


Es sind dies Geschichten von Helden wie die des Fürsten Ali Beg, der sich auch in der Gefangenschaft einer Zwangsislamisierung widersetzte und so den Tod vorzog.

Ein wichtiger Charakterzug der im Buch geschilderten Persönlichkeiten – Mut, Courage – findet sich in der yezidischen Theologie wieder, und so erklärt es sich wohl, dass die yezidische Religionsgemeinschaft trotz der zahlreichen Pogrome noch heute existiert. Ihr selbst gebührt Heldenstatus.


Helden sind die Personifizierung der Eigenschaften, die in einer Gesellschaft als vorbildlich gelten. Sie sind Leitbilder für die Nachwelt und Identifikationsfiguren. Die yezidische Helden haben gemeinsam, dass sie mit Tapferkeit und Klugheit unbeugsam den Kampf gegen Unrecht und Verfolgung geführt haben. Sie haben damit für das geschichtliche Erbe, das historische Gedächtnis der Yeziden, eine existenzielle Bedeutung.


Bemerkenswert ist, dass die yezidischen Helden, die ihren Kampf auch stets für das Kurdentum führten, keinen Einzug in die kurdische Geschichtsschreibung gefunden haben. Auch können wir nicht verschweigen, dass sich nicht selten fehlgeleitete muslimisch-kurdische Fürsten an der Verfolgung und der Ermordung der Yeziden beteiligten. Dennoch blieben sich die Yeziden stets ihrer ethnischen Identität bewusst und ließen sich in dem Glauben an ein freies Kurdistan nicht erschüttern.






 

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