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GermanFashion Mitglieder engagieren sich

Köln, 10.11.2015. Die Resonanz war einfach überwältigend! Auf die Bitte um Unterstützung für die Flüchtlinge im Nordirak beim Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie und beim Modeverband GermanFashion informierte dieser seine Mitglieder und warb eilig um Kleiderspenden.

In kurzer Zeit erreichten viele Zusagen von namhaften deutschen Unternehmen den Verband, so dass rund 300 m³ neuer Winterbekleidung zusammen kamen – mit einem Warenwert von 1,2 Mio. Euro. „Ursprünglich war ein Transport für 50 m³ auf dem Luftweg vorgesehen, doch aufgrund der großen Spendenmenge hat der Initiator der Aktion – der Zentralrat der Yeziden in Deutschland – zügig umgeplant, so dass die dringend benötigte Kleidung jetzt auf dem Landweg unterwegs ist und in einigen Tagen die Menschen in der Region erreichen wird“, berichtet Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer von GermanFashion. „Die Unternehmen helfen hier schnell und unbürokratisch auch in dieser Krisenregion. Außerdem engagieren sich viele Unternehmen für die Flüchtlingshilfe in Deutschland.“

Der Zentralrat der Yeziden in Deutschland (www.yeziden.de) organisiert diese Hilfsaktion und berichtet über die Not der Menschen in dieser Region – gerade auch in Anbetracht des bevorstehenden Winters und dem Mangel an Unterkünften.

Kontaktadressen:
Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V. (Gesamtverband textil + mode)
Hartmut Spiesecke, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 12-14, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262200, Fax: (030) 7262210
E-Mail: hspiesecke@textil-mode.de
Internet: http://www.textil-mode.de

Pressestelle des Zentralrates der Yeziden in DeutschlHolger Geisler | Pressesprecher
Mobil 01727310434
Zentralrat der Yeziden in DeutschlNavenda Şêwirdariya Êzîdiyan li Elmanya
www.yeziden.de, zentralrat@yeziden.de
https://www.facebook.com/pages/Zentralrat-der-Yeziden-in-Deutschland/310514288973588

Spenden

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Der Krankenwagen vor der Zentrale der NGO Yazda.
 
 

Medizinische Geräte und Medikamente von action medeor.

Der ZYD-Vorsitzende Telim Tolan meldete erleichtert: „Der Krankenwagen kann jetzt endlich zur Versorgung der Flüchtlinge eingesetzt werden.“ Was war passiert?
 
Der Krankenwagen wurde von einer 80köpfigen Gruppe um Gülseli Baur, Moritz Bach, Cornelia Uebel und Yüksel Uğurlu, gespendet. Es ist ein amerikanischer Krankenwagen (Ford), der in Italien vom US-Militär genutzt wurde. Wir hatten berichtet.

Der Zentralrat der Yeziden organisierte und finanzierte aus Spendengeldern (Danke!) die kostenintensive und komplexe Überführung nach Kurdistan und stellt die zweckmäßige Verwendung sicher.

Der Wagen wird in den Diensten der Hilfsorganisation Yazda.org gestellt. Diese NGO betreibt im Flüchtlingslager Essian (Esya, bei Dohuk) eine kleine Krankenhausstation. Auch als mobile Station wird der Krankenwagen eingesetzt. Hierzu der Yazda Vorsitzende Cemil Youssuf „Mit Hilfe des Krankenwagens werden nicht nur Menschen in entlegeneren Gebieten (u.a. auch Shingal-Gebirge) medizinisch betreut, sondern auch die Geburt neuen Lebens in einem geschützten Bereich ermöglicht.“ Es ist vereinbart, dass die NGO Yazda regelmäßig auch das christliche Dorf Sece (bei Sumele/Dohuk) anfährt. Yazda hat hier schon einmal im Rahmen eines mittlerweile abgelaufenen Projektes die Dorfbewohner, darunter auch von den Christen aufgenommene yezdische Flüchtlinge, verarztet.

Die offizielle Übergabe wird im Rahmen eines Zeremoniells in Lalish durch den Religiösen Rat erfolgen. Wir werden berichten.

Vorher wird der Krankenwagen mit einer großzügigen Spende von action medeor umfangreich ausgestattet (Notfallmedizin, EKG- und Blutdruckmessgerät, etc.).

Über den 4.200 KM langen Weg des Krankenwagens von Köln, gestartet am 04.09.2015 und in Essian am 06.11.2015 angekommen, könnte man eine abendfüllende Filmdokumentation veröffentlichen.

Nicht selten scheitert uneigennützige, dringendst erforderliche humanitäre Hilfe an Bürokraten und den eigens hierfür herausgeholten aberwitzigsten Verordnungen, politischen Widersachern oder persönlicher Vorteilnahme durch Wegelagerer. Aber nicht immer.

Dieses Projekt soll allen Hoffnung und Mut machen, ihren Beitrag für eine bessere Welt zu leisten – egal wie stark der Widerstand ist.

Ohne die Mithilfe folgender Akteure wäre die Überführung noch schwieriger geworden. Ihnen gilt unser spezieller Dank: Dem 80köpfigen Spenderteam um Gülseli Baur, Ralf Kammerahl von TÜV NORD Mobilität GmbH & Co. KG, Deutsche Botschaft Ankara, Auswärtiges Amt, KfZ-Zulassungsstelle der Stadt Bremerhaven, Ümit Dag, Dr. Haci Aziz, Stephan Siemer (Johanniter Unfallhilfe), den Fahrern Halit Demir, Emrullah Icöz und Sinan Suna sowie den Spendern des Zentralrates.

Macht es ​der Hummel​ nach​:​“​Die Hummel ist zu dick für die Fläche ihrer Flügel. Nach den Gesetzen der Aerodynamik dürfte sie nicht fliegen. Die Hummel kümmert das aber nicht und fliegt einfach trotzdem.“

Spendet bitte, wenn Ihr könnt. ​ Und gemäß dem Prinzip „Tue Gutes und rede darüber“ leitet den Link https://www.yeziden.de/spenden/ weiter.