Yezidentum

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Stadtteilfest_OsternburgAm 08.07.2015 haben wir am Stadtteilfest Osternburg-Oldenburg teilgenommen. Über das Yezidentum, die Gemeinde und Integration konnten wir informieren. Am Stand haben wir kurdische Speisen verkauft und den Erlös an den Zentralrat der Yeziden in Deutschland weitergeleitet.

ein besonderer Dank an die ehrenamtlichen Helfer_innen, die uns am Stand unterstütz haben.

Für die Zubereitung der Speisen danken wir den Frauen aus der Gemeinde.

 

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Empfang für eine Delegation der Universität Dohuk/Kurdistan im Yezidischen Forum Oldenburg

Duhok_OlDer Vorstand des Yezidischen Forum e.V. hat heute kurdische Wissenschaftler der Universität Dohuk, die bei der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu Gast sind empfangen.

Sahap Dag als erster Vorsitzender begrüßte ganz herzlich die Delegation aus der Heimat der Yeziden aus der Region Kurdistan. In seiner Rede erwähnte er nochmals die gute Kooperation zwischen der UniversitätOldenburg und der yezidischen Gemeinde Oldenburg. Besonders das Engagement von Prof. Monika Ortmann wurde mit viel Lob und Beifall honoriert.

Dr. Eskere Boyik als Vorsitzender des Zentrum für Ezidische Forschung ging in seiner Rede auf die Notwendigkeit des gemeinsamen Austausches und auf die Wichtigkeit der Bildung ein.

Duhok_Ol1Am Ende seiner Rede übergab er Dr. Alan Jameel Ibrahim Homa, dem Leiter des Fachbereiches Erziehungswissenschaften und Psychologie, dem das Department für Sonderpädagogik zugeordnet ist, und Prof. Dr. Chachan Jumaa Mohammed, der Leiter dieses Departments einige Publikationen des Zentrums für Ezidische Forschung.

Tewfiq Khatari als Vorstandsmitglied des Irakischen Kultur-und Sozialverein Diwan e.V. begrüßte ebenfalls die Delegation und wünschte der Delegation einen angenehmen Aufenthalt in der Stadt Oldenburg. Den Studenten wünschte er inhaltsreiche Tage.

Während des Aufenthaltes in Oldenburg werden die Studenten in Gastfamilien untergebracht.

Im Rahmen der Internationalisierungsoffensive der Universität Oldenburg unterhält das Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik seit 2013 eine vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte Hochschulpartnerschaft mit der Kurdischen Universität Dohuk.

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Rund 30 Jugendliche versammelten sich am 15. März in den Räumen der Universität Essen, um an der Erstveranstaltung der ÊJE teilzunehmen.

Moderatorin und ÊJÊ Mitglied Giahn Mîro leitete in die Veranstaltung ein. Mit einer Trauerminute gedachte man den Opfer der Massaker der vergangenen Jahrhunderte. Selbstbewusst und gut organisiert zeigte sich die ÊJE als neuer aufstrebender Verein, der die Zeichen der Zeit verstanden hat und seinen Beitrag zur Erhaltung des religiösen und kulturellen Erbe des Êzîdentum beitragen möchte. Viyan Nesrat führte im weiteren Verlauf die Ziele des Vereines aus. Neben der Erhaltung und der Pflege des Êzîdentums, steht im Besonderen die Stärkung der êzîdîschen Identität im Fokus des jungen Vereines. Dies soll vor allem durch eine bessere Vernetzung und Kommunikation der verschiedenen êzîdîschen Organisationen in Deutschland jeglicher Gruppen geschehen. Auf Grundlage der Vermittlung demokratischer Werte soll auch die Integration der Êzîden in Deutschland gefördert werden, so Viyan Nesrat. Die Vorstandsvorsitzenden der Êzîdîschen Gemeinde in Essen (Mala Êzîdiyan Essen) Sheikh Salim Mîrza und Karim Sharo Rasho stellten in einem bündigen Vortrag den Verein der Êzîden in Essen vor, zu dem die ÊJE gehört.

In seinem Vortrag führte Hayrî Demir die Grundmerkmale der êzîdîschen Mythologie aus, im Besonderen die Bedeutung des Prinzips Tawisî Melek. Die anschließend folgende Fragerunde ließ das Interesse der Jugendlichen an ihrer eigenen Religion und Identität deutlich erkennen. Jedoch aber auch, dass besonders in diesem Bereich größere Anstrengungen seitens aller êzîdîscher Gemeinden zur Religionsvermittlung unternommen werden müssen.
 
Agit Kaidy und Viyan Nesrat führten anschließend mit ausgewählten Fragen in die Podiumsdiskussion ein. Die Teilnehmer diskutierten engagiert und beleuchteten zunächst die grundlegenden Probleme der êzîdîschen Gemeinschaft in Deutschland, um anschließend Lösungsansätze zu diskutieren. Verstärkt müsse auf die Bedürfnisse der Jugend eingegangen werden, um diese schon früh in ihrer Identität zu stärken, damit sie ein selbstbewusstes Leben innerhalb zweier Kulturen führen können. Die fehlende Einheit der Êzîden in Deutschland wurde ebenfalls thematisiert. Man müsse sich von alten Strukturen lösen, um die Einheit der Êzîden herbeizuführen zu können, so ein Teilnehmer der Diskussion. Als notwendige Grundvoraussetzung für längerfristige Ziele müsse die Kommunikation und der Austausch zwischen den Êzîden verstärkt werden. Dies könne sowohl über soziale Netzwerke geschehen als auch über regionale Gruppen.
 
Mit ihrer Auftaktveranstaltung begann die ÊJE einen seit langem überfälligen Prozess: die Selbstorganisation der êzîdîschen Jugendlichen in Deutschland. Nachdem sich êzîdîsche Jugendliche vermehrt innerhalb ihrer regionalen Gemeinden und Universitäten, wie in Bremen und Oldenburg organisiert haben, soll es zu einer Zusammenarbeit zwischen diesen Vereinigungen kommen. Die nächste Veranstaltung der ÊJE soll schon in Kürze stattfinden.
 
Das souveräne Auftreten der ÊJE macht deutlich, dass sich das Potenzial innerhalb der êzîdîschen Jugend beginnt zu forcieren. So und nur so könne man den kommenden Problemen gemeinsam entgegenwirken lautete der Gesamttenor der Teilnehmer.